Die Falken in Berlin

Die Falken Leipzig im Bundestag

Wir, die Falken Leipzig, waren am 18. September auf der Fachtagung des Deutschen Bundesjugendringes in Berlin, um unser Kinder- und Jugendrechteseminar vor hoffentlich vielen Menschen vorzustellen. Was uns erwartete, konnte man vielleicht ahnen, aber wirklich wussten wir nicht, was auf einer Fachtagung passiert – lediglich wussten wir, es geht um mehr Jugendbeteiligung in Europa im Rahmen des Förderprogrammes „YOUrope07″, das der Deutsche Bundesjugendring im Zuge der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ins Leben gerufen hatte.


Und so war’s: Um kurz vor neun kommt der ICE aus Leipzig außerplanmäßig auf Gleis 8 im „Palazzo Mehdorno“, dem Berliner Hauptbahnhof, an. Müde aber schon ganz gut gelaunt trotten wir zu siebt durch den Regen zum Tagungsraum in der Invalidenstraße. Dort werden wir gleich am Eingang begrüßt und bekommen erst einmal *blinkblink* schicke Namensschilder an die Jacke geheftet und tolle Tagungsmappen mit Notizblock, Kuli und Tagesplan in die Hand gedrückt. Im Tagungsraum gibt es glücklicherweise ein Buffet mit vielen Säften und Getränken und – Gott sei dank – auch Kaffee.

Um 9.30 Uhr begann dann langsam die Fachtagung mit Grußworten der DBJR-Vorsitzenden und PolitikerInnen der Bundestagsfraktionen. Am Vormittag wurde eigentlich nur geredet und so richtig weiß niemand von uns worüber, und etwas frustriert aber froh, dass der Vormittag endlich rum ist, ging es zum Mittagessen. Von den Workshops am Nachmittag zu politischer Bildung und zur Absenkung des Wahlalters versprachen wir uns mehr. Ronja und ich besuchten den Workshop zur Absenkung des Wahlalters und hatten sehr gute Diskussionen mit Leuten vom Verein FIT (Verein für Integration und Toleranz) aus Bad Oldesloe bei Hamburg und von der Jungen Union aus Oberbayern.

Nach dem Workshop verzichteten wir auf weitere Reden und gemeinsames Kaffeetrinken auf der Fachtagung und steuerten lieber nochmal den Reichstag an, um uns anzusehen, wo in Deutschland die „große“ Politik gemacht wird. Leider war die Schlange vor dem Eingang ziemlich lang, und so drohte das Vorhaben zu kippen, doch kamen wir nach langem Warten, einigen Telefonaten und mit Hilfe von MitarbeiterInnen der SPD-Fraktion über den Hintereingang des Reichstages doch noch ins Gebäude. Und das nicht als schnöde BesucherInnen, sondern als Gäste – und wieder *blinkblink* mit Plakette an der Jacke. Martin, der gerade ein Praktikum in Berlin macht, zeigte uns in einer Blitzführung das Gebäude mit allen darin befindlichen Sehenswürdigkeiten wie der Mauer aus Blechschachteln, auf denen alle Namen der Abgeordneten zu finden sind, die jemals in diesem Gebäude an politischen Entscheidungen beteiligt waren, dem Plenarsaal, der eigentlich gar nicht so groß ist, wie er im Fernsehen immer aussieht, und in dem der Bundesadler hängt, der eigentlich aus zwei Bundesadlern besteht, den Inschriften der Sowjets, die den Reichstag im 2. Weltkrieg einnahmen und natürlich der Glaskuppel.

Nach der interessanten Besichtigung mussten wir uns dann reichlich sputen, dass wir unseren Zug nach Leipzig noch erwischen, und um 19:18 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Jetzt wissen wir, was auf einer Fachtagung des DBJR passiert, und wie der Reichstag von innen aussieht (dafür nochmal: DANKE Martin).

  • email
  • Facebook
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • Add to favorites
  • Twitter
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • PDF




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: