Zukunftskongress 2. bis 5. Oktober

Tanz den Sozialismus

Pressemitteilung des Falken-Bundesverbands:

„Die Energie wird darauf verschwendet, Arbeitsplätze zu suchen, die es gar nicht gibt.“

Oskar Negt zu Gast auf dem Zukunftskongress der SJD – Die Falken vom 2. bis 5. Oktober 2008

Weit über 200 junge Zuhörerinnen und Zuhörer aus ganz Deutschland lauschten den Worten Oskar Negts. In der verbandseigenen Bildungsstätte Kurt-Löwenstein bei Berlin widmete sich der bekannte Soziologe einer kritischen Bestandsaufnahme der gesellschaftlichen Verhältnisse. Der Sozialismus-Begriff sei in vielerlei Hinsicht beschädigt worden, Aufgabe der Sozialistischen Jugend sei es deshalb, diesen Begriff zurückzuerobern. „Die Bildungsarbeit vor Ort spielt dabei eine entscheidende Rolle“ so Negt weiter. „Der Sozialismus ist der Schlüssel zur Konstruktion der Alternative“ – denken müssen wir allein.


Oskar Negt sprach von der Suche der Menschen nach Orientierung und der fortschreitenden Erosion aller Bindungen sowohl in der Familie als auch in Bezug auf Berufsleben und Parteien. „Das Bedürfnis die fehlenden Bindungen auszugleichen birgt die große Gefahr, sich denen zuzuwenden, die einfache Lösungen versprechen.“ Gerade deshalb sei es wichtig, dass die Falken als gesellschaftspolitischer Akteur Präsenz zeigen.

Im Verbandsalltag ist die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken in ihrer praktischen Arbeit mit den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert: Ehrenamtliche sehen sich eingeschränkt in der ihnen zu Verfügung stehenden Zeit, Kinder und Jugendliche können die Teilnahme an kostengünstigen Maßnahmen nicht finanzieren.

„Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich dramatisch entwickelt“ erläutert Sven Frye, Bundesvorsitzender der SJD – Die Falken. Zunehmender Leistungsdruck, Verzweckung in allen Lebensbereichen, Prekarisierung, soziale und politische Exklusion großer Teile der Gesellschaft sind nur wenige Stichworte. „Der Kongress hat uns bestätigt, wie wichtig Bildung und Freiräume für das Erwirken gesellschaftlicher Veränderung sind“ resümiert Sven Frye.

„Wo wir gehen und stehen, wirken wir als Sozialistinnen und Sozialisten“ lautete das Fazit aus einem der zahlreichen Workshops an diesem Wochenende. „Sozialismus fängt im Kleinen an“ hieß es auf einem anderen Plakat.

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