Einladung zu „Rosa & Karl“ 2009

Rosa und Karl

Jetzt anmelden: Rosa & Karl vom 9. bis 11. Januar 2009 bei Berlin

Wie jedes Jahr findet auch 2009 am zweiten Januarwochenende das Rosa-und-Karl-Seminar im Kurt–Löwenstein–Haus (KLH) bei Berlin statt. Mehr als 100 Falken, darunter auch internationale Gäste, spannende Workshops und viel Spaß erwarten dich.

Melde dich bis spätestens Montag, 29. November 2008, für das Wochenende an – die Plätze sind begrenzt. Deine Anmeldung schickst du an info@falken-sachsen.de (nicht ans Bundesbüro). Alle weiteren Infos bekommst du danach von den Falken Sachsen.

Grund für dieses jährliche Seminar des Bundesverbandes ist das Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am Abend des 15. Januar 1919. Mit ihrem Bild eines Sozialismus, der durch die Ideale des Internationalismus, des Antimilitarismus, der Gerechtigkeit und der radikalen Demokratie inspiriert ist, beeinflussen sie uns Falken und viele andere Menschen auf der Welt bis heute.

Flyer als pdf-Datei (89 kB)

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10 Antworten auf “Einladung zu „Rosa & Karl“ 2009”


  1. 1 raven 12. Januar 2009 um 20:34 Uhr

    so hat die jungle world die ll-demo beworben:

    Tipp der Woche

    Sonntag, 11. Januar, Berlin. »Traditionelle Demonstration in Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht«. Wie im vergangenen Jahr »frieren verirrte Autonome gemeinsam mit den Stasi-Spitzeln von gestern, den Gulag-Wärtern von morgen, mit Antiimperialisten und Antizionisten, Nationalbolschewisten und Sozialdemokraten gegen die herrschende Klasse«. Treffpunkt: Frankfurter Tor, um 10 Uhr. www.antifa.de

    Leider ist diese Beschreibung zutreffend, was mich ganz schön angekotzt hat. Ich glaube, nächstes Jahr latsche ich bei der Demo nicht nochmal mit.

  2. 2 Toe 12. Januar 2009 um 21:00 Uhr

    Das „Rosa und Karl“-Wochenende von den Falken fand ich wie in den letzten Jahren auch total klasse. Die Leute waren ziemlich bis sehr zufrieden mit ihren Workshops, haben was gelernt, wir haben zusammen gefeiert und ich habe viele Leute wiedergetroffen.

    Die Demo allerdings war schon ganz schön nervig. Da lief einfach zu viel, was ich politisch nicht tragen würde. Vielleicht macht es mehr Sinn, im nächsten Jahr ans Grab von Rosa und Karl zu gehen, aber nicht mehr zur Demo?

  3. 3 ludwich 13. Januar 2009 um 1:06 Uhr

    Gute Frage! Es wird seit Jahren diskutiert. Fest steht das es in den letzten Jahren zusehends eine Abstimmung mit den Füßen gegeben hat. Viele GenossInnen wollen halt erlebnisorientiert Demonstrieren und nicht mit RentnerInnen latschen.

    In den ersten Jahren sind wir als großer Block erst zur Gedenkstätte und anschließend zur Demo. Doch seitdem in Berlin die „roten“ regieren, hält sich die Polizei zurück und die Demo läuft in Windeseile und pünktlich zum Nelkenabwurf. Da müsste man schon früh aufstehen um dieses alte Prozedere (erst Gedenken dann Demonstrieren) zu aktivieren. In diesem Jahr gingen alle zur Demo. Bis auf den Bundesvorsitzenden und einen kleinen 6 Köpfigen Familienblog mit Kleinkindern. Seis drum. Eine Debatte über ein würdiges Gedenken wird seit Jahren mit der Parole abgetan, dass ja das Seminar das eigentliche und wichtige sei. Zur Frage der Demo gibt es keinen Austausch. Und eins sei Gewiss, viele junge Falken kommen auch und vor allem wegen der Demo. Die Versuche die Demofrage zu klären wurden früher in langen nervigen Vollversammlungen am Samstag Abend im KLH diskutiert. Ergebnislos bzw. mit dem Kompromis, erst Gedenken dann Demonstrieren. Die Debatte wird nun nicht mehr geführt und ist am Wochenende selbst auch nervig ohne Ende. Dies müsste man schon vorher klären. Das Resultat, die Demofrage nicht zu klären, wird nun stückweise sichtbar. Neben den freudigen FalkendemonstrantInnen fragen sich auch viele: Was soll ich hier?

    Fest steht auch, das trotz Besucherrekord im KLH beim Seminar, viele Leute nicht mehr nach Berlin zu Rosa & Karl kommen. Und dies vor allem wegen dieser Demo!

    Was tun?

  4. 4 Fabian 13. Januar 2009 um 22:11 Uhr

    Ja, waren schon ein paar komische Gestalten mit noch viel komischeren Plakaten und Sprüchen anwesend.

    Aber Rosa+ Karl war dafür um so besser! Mein Singe-Workshop war klasse! Wenn nächstes Mal meine geplanten Workshops nicht ausfallen würden wär es um so besser…

  5. 5 Toe 13. Januar 2009 um 23:23 Uhr

    Auch hier der Hinweis, dass in den Kommentaren auf der Seite der sächsischen Falken diskutiert wird:
    http://falkensachsen.blogsport.de/2008/12/11/einladung-zu-rosa-karl-2009/

  6. 6 raven 14. Januar 2009 um 17:57 Uhr

    was dagegen tun?

    gute frage! nicht hingehen wäre wohl mal eine variante, nur würde den o.g. somit das feld komplett überlassen. vielmehr wäre wohl ein provokativer akt denen gegenüber etwas ganz nützliches, um eine distanzierung aufzuzeigen.

  7. 7 T-Man 19. Januar 2009 um 12:18 Uhr

    tscha – die demo ist halt die Verlängerung des „karnevals der Sozialisten“ vor der Gedenkstätte.

    welchen Sinn macht es als politischer Jugendverband, auf diese Demo zu gehen?

    Mit dem Alter bin ich auch mehr Freund des stillen Gedenkens. Aber wann gibts denn noch – ausser G8-Gipfel – Demonstrationserfahrung für jüngere – mit der Draufgabe der praktischen Demonstration der Zerrissenheit der politischen Linken in Deutschland…

    der umgang mit der demo sollte vor der veranstaltung in den gliederungen geklärt werden und auf dem seminar transparent gemacht werden. mein vorschlag.

    für das was dagegen tun: vielleicht den undogmatismus von rosa in den vordergrund stellen – so als abgrenzung zu den stalin- und mao-trägern?

    ach ich weiß nich
    der t-man aus schwerin

  8. 8 Th 20. Januar 2009 um 11:38 Uhr

    Nunja so’ne Demo is sicher mal n interessanter Eindruck, was es eigentlich so an merkwürdigen Gruppierungen gibt, aber mit der Realität also wenn ich auf anderen Demos bin hat das relativ wenig zu tun.

    Ich war nun nur auf der Demo und auf nem anderen Seminar, daher kann ich nicht beurteilen wie auf dem Seminar geklärt wird, ob zur Demo gegangen wird.
    Ich für meinen Teil weiß, dass ich zukünftig nicht mehr zu den Demos gehe. Denn nach der Israelischen Offensive gegen die Hamas im Gaza-Streifen, bei der die IDF genug Fehler gemacht hat, was mensch ruhig kritisieren kann, waren gerade im hinteren Teil der Demo viele anti-israelische Tranpis. Ich möchte nicht auf einer Demo gehen, wo zahlreiche antisemitische, antiisraelische Banner gezeigt werden und dieses Jahr war es echt krasser und schlimmer als die Jahre zuvor.

    oder teilnehmen und sich distanzieren, aber die Frage wie? Ich hab es in den letzten Tagen erlebt, dass immer wenn mich gegen anti-israelische Äußerungen geäußert habe, dass ich beschimpft wurde, dass ich doch nur tote Kinder rechtfertigen will etc… und das will ich nicht. Also was tun gegen permanentes Israel-Bashing?

  9. 9 Veit 27. Januar 2009 um 17:23 Uhr

    Man kann den Charakter dieser Demo (wie auch des revolutionären Weihnachtsmarkts vor der Gedenkstätte) durchaus zwiespältig finden. In diesem Jahr waren z.B. etliche Statements zum Gaza-Krieg in der Tat nur mit viel (zumindest innerer) Distanz irgendwie ertragbar. Auf der anderen Seite finde ich es nicht schlecht zu erleben, dass sich an diesem Wintermorgen insgesamt Zehntausende auf den unterschiedlichen Wegen an die Gräber begeben und ihr grundsätzliches Nicht-Einverstanden-Sein mit Kapitalismus und Krieg demonstrieren.

    Für den Falken-Verband finde ich es wichtig, in diesem Rahmen einen guten, stimmungsvollen und vor allem gemeinsamen Abschluss der größten regelmäßigen Bildungsveranstaltung des Bundesverbands hinzukriegen. In den Diskussionen der letzten Jahre habe ich gelernt, dass den meisten jüngeren Teilnehmenden der große Demonstrationszug offenbar mehr entspricht als (nur) das stille Gedenken am Friedhof. Wie wäre es, noch mehr Fantasie darauf zu verwenden, als eine der größten Organisationen vor Ort einen lebendigen Demo-Block mit eigener Kultur, eigenen Liedern, eigenen Positionen und Losungen auf die Beine zu stellen?

  10. 10 Toe 31. Januar 2009 um 14:20 Uhr

    Mir gefällt die Idee des „lebendigen Demo-Blocks“, allein: Der wäre dann immer noch inmitten einer Demo mit Stalin- und Mao-Bildern, einseitig antiisraelischen Sprüchen und Transpis usw. Mir ist das peinlich, und gerade für die „Jüngeren“ sollte m.E. eine Demoerfahrung nicht permanentes Kopfschütteln mit sich bringen. Wir gehen jedenfalls immer mal gemeinsam auf Demos, wo wir uns inhaltlich wohl fühlen.

    Die Tendenz bei der Diskussion im Landesvorstand war, den Sonntag im KLH zum Ausschlafen und für all die Orgatreffen zu nutzen, die wir sonst Freitag und Samstag in die Pausen und Abende gequetscht haben. Klingt erstmal ziemlich resigniert, was die Demo angeht, ist es auch. Ist aber auch eine extrem praktische Vorstellung.

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