Ladenschluss: Offener Brief zu den anwachsenden Naziaktivitäten in Leipzig

Offener Brief

Die Falken Leipzig unterstützen den vom Ladenschlussbündnis initiierten „Offenen Brief zu den anwachsenden Aktivitäten von Neonazis in Leipzig und dem ausbleibenden Widerspruch aus Rathaus und Bürgerschaft“ (pdf). Neben uns unterstützen weitere 29 Vereine, Verbände, Projekte und Einzelpersonen den Offenen Brief, der sich an den Oberbürger_innenmeister, die Stadträt_innen sowie die interessierte Öffentlichkeit richtet.

Angesprochen wird die zunehmende Aktivität der Leipziger Naziszene, wobei der ausbleibende Widerstand von Stadt und Bürger_innenschaft kritisiert, ein Umdenken eingefordert wird. Dabei wird auf verschiedene Ereignisse im zurückliegenden Jahr eingegangen und aufgeführt, wie (nicht) reagiert wurde.

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2 Antworten auf “Ladenschluss: Offener Brief zu den anwachsenden Naziaktivitäten in Leipzig”


  1. 1 raven 16. Dezember 2008 um 0:56 Uhr

    der leipziger stadtrat hat wohl nunmehr auch die derzeitige lage mitbekommen, zumindest befasst dieser sich am mittwoch, dem 17.12. (ab 13uhr), mit der thematik.

    so gibt es zwei anfragen der linken, wobei sich der ein mit dem
    brandanschlag auf das komm-haus
    (link zu anfrage bzgl. komm-haus) befasst, der andere mit dem npd-büro in lindenau
    (link zu anfrage bzgl. npd-büro).

    zudem hat die grünefraktion am 5.12. für den 17.12. eine aktuelle stunde unter dem titel: „rechtsradikalismus in leipzig“ (lautet tatsächlich so) beantragt.

  2. 2 raven 14. Januar 2009 um 21:22 Uhr

    hier die kritikwürdige „Leipziger Erklärung gegen das Auftreten der NPD“.

    Leipziger Erklärung gegen das Auftreten der NPD

    (17.12.2008)

    Zu Beginn der 52. Sitzung der Ratsversammlung gab Oberbürgermeister Jung am 17. Dezember die folgende gemeinsame Erklärung aller Fraktionen des Leipziger Stadtrates ab.

    Rechtsradikale Demonstrationen, aber auch das verstärkte Auftreten der NPD in Leipzig ist für alle demokratisch und rechtsstaatlich gesinnten Bürger dieser Stadt eine Provokation, aber auch eine Herausforderung.

    Es ist 63 Jahre nach Ende der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und dem von ihr beherrschten Verbrecherregime unerträglich, eine politische Partei in unserem Land und unserer Stadt aktiv zu wissen, die ihre geistigen Wurzeln in diesem braunen, nationalsozialistischen Sumpf hat. Jeder, der mit der NPD sympathisiert, sollte nicht vergessen, dass es die Nationalsozialisten waren, welche mit ihrem menschenverachtenden Antisemitismus und mörderischen Nationalismus Europa und unser Land in die totale Katastrophe geführt haben.

    Die NPD respektiert als politische Partei nicht die Würde des anders denkenden oder ausländischen Mitbürgers. Die NPD verachtet die Demokratie und sät Hass gegen alles, was ihrer primitiven Ideologie widerspricht. Mit ihrer Arbeit im sächsischen Landtag hat die NPD bewiesen, dass sie unfähig ist, Politik für unser Land zu gestalten. Die NPD in Sachsen ist nicht die Partei des kleinen Mannes, sondern eine Partei des dumpfen Vorurteils. Sie verachtet alle humanistischen Traditionen unseres Volkes.

    Wenn wir uns gegen das Auftreten der NPD in unserer Stadt wenden, dann deshalb, weil ein Volk den furchtbaren Fehler des Nationalsozialismus nicht zweimal machen darf. In diesem Sinne suchen die Unterzeichner dieser Erklärung eine argumentative, fundierte und gewaltfreie politische Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt über die von der NPD und ihren Anhängern ausgehende Gefahr. Die Kraft der Argumente und nicht Provokation und gegenseitige Gewalt werden die Widerwärtigkeit der neonazistischen Politik der NPD entlarven.

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