Das Tierrechte-Seminar – Ein Erlebnisbericht

Tiere sind keine Ware
Bild: antispe hamburg

Mit einer kleinen, feinen Gruppe machten wir uns am Freitagnachmittag von Leipzig gen Grethen, um unser erstes inhaltliches Seminar anno 2009 anpacken zu können. Anstatt der versprochenen lediglich zwei Kilometer Fußweg, durften wir uns das prachtvolle Grethen mit all‘ seinen Eigenheiten anschauen, dafür nahmen wir sogar einen Umweg von vier Kilometern (sind also letztendlich sechs Kilometer gelaufen) in Kauf und es hat sich gelohnt ;) . Nach dem einstündigen Spaziergang haben wir’s geschafft: Wir sind im Naturfreundehaus Grethen angekommen!


Sogleich kam es zum Bezug der Zimmer mit anschließenden Abendessen; das Sensationelle dabei war, es gab vegane Aufstriche, Soja-Milch sowie Soja-Pudding, und natürlich den bekannten Abendbrotkram. Gefüllte Bäuche also.

Start des Freitagsparts des Seminar mit: Bingo-Kennlernspiel und der obligatorischen Erwartungsabfrage. Inhaltlich war geplant mit einem Kurz- oder Dokufilm in die Thematik einzusteigen, leider war keiner vorhanden, außer „Earthlings“ (Link zum Film), welchen wir aber nicht schauen wollten, vorerst.

Der Samstag begann, wie ein Seminarsamstag beginnt: mit sich hinziehendem Aufstehen. Frühstück – warme Brötchen, veganer Schokoaufstrich, Soja-Milch und Soja-Pudding – zeitlich gerade so geschafft, da ging’s auch schon los mit einem Spiel zum endgültigen Wachwerden. Selbst der thematische Einstieg fand in Form eines Spiels – 1, 2 oder 3 – statt.

Nachdem wir dann eine Abgrenzung zwischen den Begrifflichkeiten „Tierrechte“ und „Tierschutz“ vorgenommen haben, schloss sich ein inhaltlich-kreativer Part an. Hier lernten wir die Formen der Ausbeutung von (nichtmenschlichen) Tieren durch den Menschen kennen:

  • Ausbeutung für Nahrung (Fleisch, Ei, Milch, Schokolade, Gummibärchen, Honig, usw.)
  • Ausbeutung für Kleidung (Pelz- und Lederwaren)
  • Ausbeutung für Forschung (Tierversuche)
  • Ausbeutung zur Unterhaltung (Zirkusse, Zoos)
  • Ausbeutung als Haustier

In Form von Spielen – 1, 2 oder 3 – sowie eines Rollenspiels setzten wir uns konkret mit der Ausbeutung für Forschung, der Ausbeutung für Kleidung sowie der Ausbeutung als Haustier auseinander.

Bevor wir dann zum Abschluss des Tages eine Collage machten, auf der wir unseren Utopien hinsichtlich der Befreiung von Mensch und Tier freien Lauf konnten, kam es noch zu einer Diskussionsrunde mit festgelegten Charakteren. So fanden sich bei einer Talkshow eine Pelzhändlerin, ein Tierschützer, eine Fleischerin, eine Fleischkonsumentin, eine Tierbefreierin und ein Tierpfleger sowie die Moderation samt Publikum im Seminarraum zusammen, um über Tierrechte kontrovers zu diskutieren. Dabei mussten wir die Rolle des vorher ausgelosten Charakters einnehmen und aus ihrer_seiner Sicht argumentieren, was schwer fiel, wenn die Position in der Realität nicht vertreten wird.

Der letzte Seminartag, ein Sonntag, begann wie der Samstag, Aufstehen, Essen, Spiel-zum-Wachwerden. Der erste und einzige Part des Tages hatte mit Planung zu tun und zwar sollten wir das theoretisch Erlernte/Erlebte praktisch umsetzen, dafür entwarfen wir Flyer und planten diverse Sachen, noch ist es für die konkrete Umsetzung aber zu kalt. ;)

Das war unser Wochenende.

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2 Antworten auf “Das Tierrechte-Seminar – Ein Erlebnisbericht”


  1. 1 dani 25. März 2009 um 10:02 Uhr

    Das hört sich total klasse an. Was habt ihr denn so für Ergebnisse erzielen können?

  2. 2 Ronja 27. März 2009 um 18:36 Uhr

    Eine Person von den Roten Chaoten hat nun seit mehr als drei Wochen kein Fleisch mehr gegessen!!! Das ist spitze! =)

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