Schule&Kapitalismus- Seminar im Juni!

Schulkritik ist für uns immer auch Gesellschaftskritik.

Diese Überschrift tragen die schulpolitischen Forderungen der Falken, die ihr hier in stark gekürzter Form vorfindet. Wenn ihr Interesse habt, mit uns über Bildung, Gesellschaftskritik und den Sozialismus zu diskutieren, dann meldet euch doch einfach zum Seminar „Schule und Kapitalismus“ an. Es findet vom 12. bis 14. Juni in Dreiskau-Muckern (bei Leipzig) statt.

Wir wollen gemeinsam bestehende Umstände des Bildungssystems hinterfragen und überlegen, wie es besser gemacht werden könnte. Natürlich wird Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen!

Fragen und Anmeldungen einfach an info@falken-leipzig.de.
Wir freuen uns auf euch!


Um eine Schule für den Menschen zu entwickeln, muss man eine Vorstellung von ihm haben:
Der Mensch ist ein selbstbestimmtes, mündiges Wesen. Der Mensch kann nur in der Gemeinschaft Mensch werden. Der Mensch ist bestimmt durch die Verhältnisse, in denen er lebt. Der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen. Tätig werden liegt in der Natur des Menschen.

Schule orientiert sich in dieser Gesellschaft notwendigerweise an den Bedürfnissen des Kapitals, statt an den Menschen. Schulkritik ist deswegen immer Kapitalismuskritik: Schule dient der Qualifikation der Ware Arbeitskraft. Schule differenziert geistige und körperliche Arbeit. Schule formt den Staatsbürger. Schule selektiert junge Menschen. Schule lehrt Konkurrenz.

Schule soll Arbeitstugenden vermitteln. Schule bildet nicht umfassend. Schule übt soziale Kontrolle aus. Schule reproduziert das klassische Rollenbild von Mann und Frau. Schule bildet Hierarchien ab. Ausgehend von unserem Menschenbild und der Kritik am bestehenden Schulsystem stellen wir uns die Schule der Zukunft anders vor: Schule als Lebensraum ist Teil der Gesellschaft. Schule ist der progressive Teil der Gesellschaft. Schule ist ein geschützter Raum für Kinder und Jugendliche. Schule ist ein Ort des partnerschaftlichen Umgangs. Schule stellt Wissen bereit. Schule ist ein Ort des gemeinsamen Lernens. Schule ist eine Produktionsstätte. Schule ist ein demokratischer Ort.

In der Schule der Zukunft ist nicht mehr die Verwertbarkeit das Ziel, sondern die Bildung selbst: In sich vernetztes Wissen. Ganzheitlich bilden. Kritisches Denken. Persönlichkeit bilden. Vielfalt als Chance begreifen. Gleichberechtigung der Geschlechter. Schulische Lehrinhalte sind Mittel zum Zweck. Ökologisches Bewusstsein. Solidarität.

Viele unserer Forderungen und Überzeugungen können auch jetzt umgesetzt werden. Schule lässt sich auch innerhalb des Kapitalismus verändern und so für die Schülerinnen und Schüler menschlicher machen: Das gegliederte Schulsystem gehört abgeschafft. Integration und Förderung. Mitbestimmungswille, Partizipationsbereitschaft und demokratisches Verständnis müssen gelernt werden. Noten gehören abgeschafft! Schule endet mit dem Gong. Lehrer/innenaus- und fortbildung verbessern. Religion ist Privatsache. Gesellschaftskritik lernen.

Passend zum Seminar gibt es danach auch gleich die Bildungsstreik-Woche: www.bildungsstreik2009.de.

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