Leipzig meets Hamburg in Berlin

Villa Freundschaft

Mitte Mai 2009 war es soweit, die Leipziger FalkInnen trafen wieder auf die FalkInnen aus Hamburg. Diese Treffen entwickeln sich langsam zu einer festen Größe im Jahresprogramm beider Falkengliederungen, und das ist schön so. Wir erhielten neue Eindrücke von unseren FreundInnen aus Hamburg, und jede Menge Spaß war auch dabei. Wir wollten natürlich auch neues Wissen von dieser Reise mit nach Hause nehmen, und da wir in Berlin waren, bot sich unser Thema „Alternatives Leben“ geradezu an. Die Stadt, die u.a. für Kreuzberg und ihre HausbesetzerInnenszene bekannt ist, bietet dafür ja ein ideales Umfeld.


Voll Vorfreude auf ein lustiges und interessantes Wochenende machten wir uns auf die Reise. Treffpunkt war die „Villa Freundschaft“ der Berliner FalkInnen, wo einige von uns schon während des Seminars „Nation und Patriotismus“ übernachtet haben. Ein gemütliches kleines buntes Häuschen, in dem mensch sich trotz der wenigen sanitären Anlagen gleich wohlfühlt. Kein Wunder, es gab ja einen Kicker, eine Musikanlage und ein kuscheliges Dachgeschoss, welches die Rofas gleich gekapert und mit ihren Schlafsäcken ausgelegt haben. Nachdem alle eingetroffen waren, ging es gleich mit einem Kennenlernbingo zum Aufwärmen los. Dieses sorgte für ein lustiges Durcheinander, denn keiner von uns konnte die Frage: Bist du Raven? und ein paar andere merkwürdige Fragen mit ja beantworten. Also war es auch ziemlich schwierig, drei Reihen zu füllen. Später am Abend sangen wir noch einige Lieder und saßen zusammen beim „Klönschnack“.

Am nächsten Tag ging’s dann auf nach Kreuzberg, wo Rinske uns mit auf einen „Alternativen Stadtrundgang“ nahm. Am Ende des Görlitzer Parks lag unser erstes Ziel, der Bauwagenplatz Lohmühle, eine kleine Oase in der Großstadt, mit interessanten Kunst-/Kultur- und Ökologieprojekten wie z.B. die Nutzung von Solarstrom- und Pflanzenkläranlagen. Danach gingen wir zum Mariannenplatz 2, wo das ehemalige Krankenhaus Bethanien steht, manche von uns dachten beim Anblick dieses Platzes vielleicht an das Lied von Ton Steine Scherben. Wir setzten uns vor dem besetzten Flügel des Hauses ins Gras und Rinske und Kim erzählten uns ein wenig über das dortige HausbesetzerInnenprojekt New Yorck.

Im Anschluss war Freizeitprogramm angesagt, in kleinen Gruppen machte jeder/jede das, worauf er/sie Lust hatte. Abends trafen wir uns dann alle wieder, um zu Rinskes Party in ihrer WG zu gehen. Vorher machten wir einen Abstecher zu einem italienischen Restaurant, in dem wir Pizza und Pasta zum Mitnehmen bestellten, um diese dann im Dämmerlicht in einem nahen Park zu genießen. Auf der Party bei Rinske wurde dann viel gesungen und die Hamburger Gruppe „Red Answer“, von der zwei Leute mit dabei waren, erhielt feierlich ihren Gruppenkoffer überreicht. Auf dem Rückweg zur „Villa Freundschaft“ wären wir wohl alle in der S-Bahn eingeschlafen, wenn wir nicht zu unserer und der Unterhaltung aller anderen Spiele gespielt hätten. Wieder mit dabei: „Mulan“, diesmal in der Version auf dem Bahnsteig, beim Warten auf die S-Bahn. Angekommen in der „Villa Freundschaft“ musste dann noch eine außer Kontrolle geradene Party von Jugendlichen, die das Untergeschoss für den Abend für eine Geburtstagsfeier gebucht hatten, beendet werden. Danach saßen wir beim Kickern und Quatschen zusammen oder gingen einfach schlafen, weil wir hundemüde waren.

Am nächsten Tag gab’s einen Workshop zum Thema „Was ist das Alternative am alternativen Leben? Jeder/jede überlegte sich, was es für ihn/sie bedeutet, alternativ zu leben. Danach sprachen wir in Gruppen darüber, was uns daran hindert, alternativ zu leben. Weil die Zeit dann sehr knapp war, mussten wir uns ganz schön beeilen mit Aufräumen, Essen und Packen. Der Abschied war auch ziemlich schnell da. Bestimmt sehen wir uns alle irgendwo, irgendwann wieder, spätestens im nächsten Jahr, zu einer Neuauflage von L.E. meets HH?? ;-)

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1 Antwort auf “Leipzig meets Hamburg in Berlin”


  1. 1 Twitted by leipzig_blogs Pingback am 26. Mai 2009 um 14:20 Uhr
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